In der Fremdsprache lesen – in der eigenen Sprache schreiben
In der Fremdsprache lesen – in der eigenen Sprache schreiben
In der Fremdsprache lesen – in der eigenen Sprache schreiben
  • Englisch
  • 9. – 11. Klasse
  • Jugendbuch
  • Präsentation
  • Projektwoche
  • Schnupperkurs

In der Fremdsprache lesen – in der eigenen Sprache schreiben

Gemeinsam Teile aus einem Jugendroman übersetzen

Projekt von Susanne Hornfeck

Kurzübersicht

Es werden Teile aus einem Jugendroman übersetzt. Die Teilnehmer·innen übersetzen zunächst allein, dann in Kleingruppen. Im Plenum wird eine gemeinsame Endfassung erarbeitet und anschließend im Rahmen einer Veranstaltung professionellen Übersetzer·innen vorgestellt.

Format:

  • Übersetzungswerkstatt im Freizeitbereich

Gruppenstärke:

  • 6 bis maximal 12 Teilnehmer·innen ab 15 Jahre, die mindestens fünf Jahre Englisch gelernt haben (Klassenstufe 9-11).

Ziele:

  • Sensibilisierung des Sprachgefühls und Erweiterung der Ausdrucksmittel in der eigenen Sprache.

Dauer: 

  • 4 Sitzungen à 2 Stunden oder Projektwoche
  •  Abschlusspräsentation für Mitschüler·innen, Eltern, Lehrer·innen, vielleicht auch Profiübersetzer·innen

 

Wirkungen:

  • Lesekompetenz in der Ausgangssprache, Ausdrucksfähigkeit in der Zielsprache.

Material:         

  • Beamer, Flipchart, Kopien. Teilnehmer brauchen pro Gruppe einen Laptop.
  • Evtl. Buchgeschenk

Setting:

  • Raum mit Tischen und Stühlen in Hufeisenform und Möglichkeit zur Arbeit in Kleingruppen

Sprachen

  • Sprachpaar Englisch/Deutsch, lässt sich aber auf andere Sprachen übertragen.

Vorbereitung/Aufwand:

  • Vorab Erstellen einer Variantenfassung aus den eingesandten Übersetzung, Erstellen eines „Regiebuchs“ für die Besprechung im Plenum. Im Kursverlauf dasselbe für die jeweils nächste Sitzung.
Etwas das man unbedingt machen soll, wenn man gerne mit Sprachen spielt Teilnehmer·in

Workshopidee

Die Teilnehmer·innen übersetzen den Anfang eines Jugendromans, um das literarische Übersetzen kennenzulernen und an ihren muttersprachlichen Ausdrucksmitteln zu arbeiten.
Vor der ersten Sitzung bekommen die Teilnehmenden ein paar Absätze aus dem Roman, die sie zur Vorbereitung allein übersetzen und später an die Leiterin schicken. Diese erstellt daraus eine ergebnisoffene Variantenversion und vermerkt für sich die Stellen, an denen übersetzerische Probleme exemplarisch angesprochen werden können (Regiebuch, Übungsblätter). Es folgt die Besprechung im Plenum; auf besonders gute Lösungen wird hingewiesen, Fehler werden stillschweigend korrigiert. Jede Stimme zählt. Die Teilnehmer·innen stellen fest, dass es viele richtige Lösungen gibt, dass aber manche besser sind als andere. Hier stehen das Feilen und Tüfteln am Text und das Erproben von Ausdrucksvarianten im Vordergrund.
Ist eine gemeinsame Endfassung gefunden, mit der alle zufrieden sind, übersetzen die Teilnehmer·innen in Kleingruppen weiter und reichen ihre jeweiligen Fassungen ein, die die Leiterin für die nächste Sitzung aufbereitet und so fort …
Für die Abschlusspräsentation werden spezifische Probleme des Textes identifiziert und eine Powerpoint-Präsentation als Grundlage für die Diskussion mit dem Publikum erarbeitet. Die Teilnehmer·innen erhalten den Roman als Geschenk, in der Hoffnung, dass sie ihn zu Ende lesen.
Die Werkstatt kann in vier Sitzungen à zwei Stunden plus Abschlusspräsentation stattfinden oder auch als Projektwoche.
Ich nehme vor allem ein großes Interesse für diesen Beruf mit. Außerdem die Lust, so einen Workshop wieder zu machen! Teilnehmer·in

„Sometimes you got to walk the day out of you. You know?“

Über den Workshop von Susanne Hornfeck

Seit nunmehr zehn Jahren veranstaltet Susanne Hornfeck im Übersetzerhaus Looren bei Zürich nach ähnlichem Muster eine Übersetzerwerkstatt für Schüler der örtlichen Sekundarschule Breite in Hinwil. Die Teilnehmer·innen kommen für vier Vormittage und zwei Nachmittage ins Übersetzerhaus und lernen so auch einen interessanten außerschulischen Lernort kennen.
2019 diente der Roman „What I Leave Behind“ von Alison McGhee als Grundlage. In entspannter Atmosphäre arbeiteten die Teilnehmer·innen vormittags im Plenum und in Kleingruppen. Dazwischen sorgte gemeinsame Gymnastik für Bewegung. An zwei Nachmittagen wurden außerdem noch die sogenannten „Übersetzerprofile“ angeboten, bei denen die Leiterin und ein Gast aus dem Kollegenkreis (möglichst mit anderen Arbeitssprachen) den Arbeitsalltag und das Berufsbild der Literaturübersetzer·in vorstellten. Die Abschlusspräsentation fand vor Lehrer·innen und Mitschüler·innen in der Schule statt.
​2021 musste die Veranstaltung coronabedingt digital per Zoom stattfinden. Bei gut strukturierter Vorbereitung ist auch das möglich, kann aber nur eine Notlösung sein.

Im Rahmen von “Echt absolut” konnte das Literaturhaus München die Möglichkeit als Partner gewonnen werden, den Workshop in einem anderen Format zu erproben: 12 Schüler·innen der Klassenstufen 9-11 aus verschiedenen Münchner Gymnasien kamen vier Mal für jeweils zwei Stunden ins Literaturhaus. Die Zeit war knapper, die Diskussionen entsprechend intensiver, das Ergebnis nicht weniger überzeugend. Bei der Abschlusspräsentation bot sich uns die Gelegenheit, unsere Arbeit mit Kolleg·innen des Münchner Übersetzerforums zu diskutieren.

Es hat Spaß gemacht, die Leute waren nett, ich habe vieles gelernt und es gab Kekse Teilnehmer·in

Über Susanne Hornfeck

Susanne Hornfeck, Dr. phil, ist freiberufliche literarische Übersetzerin mit den Arbeitssprachen Englisch und Chinesisch und Autorin von Jugendbüchern (erschienen in der Reihe Hanser dtv). Sie studierte Germanistik, Sinologie und Deutsch als Fremdsprache. Fünf Jahre unterrichtete sie an der National Taiwan University in Taipeh. Heute lebt sie in der Nähe von München. Für ihre Übersetzungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Seit 2012 leitet sie alljährlich eine englisch-deutsche Übersetzerwerkstatt für Schüler im Übersetzerhaus Looren bei Zürich und seit 2018 eine ähnliche Veranstaltung im Literaturhaus München.

“Man lernt die eigene Sprache besser kennen, wenn man man sie einem fremdsprachigen Text leiht.”
Workshopleiter·in

Susanne Hornfeck kann für Veranstaltungen und Fortbildungen z.B. in Schulen angefragt werden: www.susanne-hornfeck.de

Materialsammlung
  • Überblick zum Workshop
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  • Methode "Regiebuch" (sprachunabhängig) - dazu Ergänzungsblatt
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  • Ergänzungs-/Beispielblatt "Regiebuch"
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  • Romanausschnitt "What I leave behind" (englisch)
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  • Informationen zu Roman "What I leave behind"
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  • Arbeitsblatt "Fremdgehen - Chinesische Zahlen" (chinesisch, englisch, sprachunabhängig)
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  • Methode "Satzteile umstellen" (englisch / sprachunabhängig) - dazu Arbeitsblatt
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  • Arbeitsblatt "Satzteile umstellen" (englisch)
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  • Methode "Sprachliche Sparmaßnahmen" (englisch / sprachunabhängig) - dazu Arbeitsblatt
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  • Arbeitsblatt "Sprachliche Sparmaßnahmen" (englisch / sprachunabhängig)
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  • Arbeitsblatt "Übersetzungscheckliste" (englisch, sprachunabhängig)
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  • Material "Songtext Space Oddity"
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  • Methode "Abschlusspräsentation" (englisch / sprachunabhängig)
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  • Bücherliste zum Workshop
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  • Alles herunterladen (zip)

Weitere Projekte

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