Zwischen deinen Wörtern
Zwischen deinen Wörtern

Tagung: Literarisches Übersetzen als Praxis kultureller Bildung mit Jugendlichen

Save The Date – Wir laden herzlich ein zum Netzwerktreffen am 30.9. und 1.10.2026 im Literarischen Colloquium Berlin

In Vorträgen, Lesungen, Gesprächen und Workshops geht es bei unserer Tagung um kulturelle Bildungsarbeit mit Literatur und Übersetzung für eine jugendliche Zielgruppe, insbesondere auch im mehrsprachigen Kontext vieler Schulen.

An zwei Tagen laden wir ein zu Fortbildung und Austausch – auf dem Programm stehen u.a.: Comic-Lesung zu „Diebin“ (Lucie Bryon), Workshops, Vorträgen und Podiumsdiskussionen zu Mehrsprachigkeit und Schule, Impulsen aus anderen Projekten mit jungem Publikum, Lesung und Gespräch mit José F.A. Oliver und Liv Thastum*

Zum Programm bitte runterscrollen. Der Eintritt zur Tagung ist frei.

Zur Anmeldung geht es hier.

Wir freuen uns auf Lehrer·innen, Übersetzer·innen, Bibliothekar·innen, Wissenschaftler·innen, Akteur·innen der kulturellen Bildung und alle weiteren Interessierten.

 

*Der Titel der Konferenz entstammt dem Text “Abzulegen das Blau” von Liv Thastum

Tagungsprogramm

“Zwischen deinen Wörtern – literarisches Übersetzen als Praxis kultureller Bildung mit Jugendlichen”

 

Mittwoch, 30.9.2026

15.00 Uhr Begrüßung
15.30 Uhr Workshoprunde I
16.15 Uhr Kaffeepause
16.45-17.30 Uhr Workshoprunde II
17.40 Uhr Gemeinsame Reflexion und Austausch
18.15 Uhr Imbiss

 

19.30 Uhr Abendveranstaltung:
Lesungen von José F.A. Oliver und Liv Thastum mit anschließendem Gespräch. Moderation: Jelena Kern

 


 

Drei Kurzworkshops geben Einblicke in die Praxis und das von Literaturübersetzung mit jungen Menschen. Es werden Übungen und Material sowie Ansätze für die Gruppenarbeit vorgestellt.
Bei der Anmeldung sind bis zu 2 aus 3 Workshops auszuwählen:
Workshop 1: „Reim und Rhythmus“ (ohne Fremdsprachenkenntnisse) mit Antje Riley
Workshop 2: „Graphic Novels“ (sprachübergreifend) mit Myriam Alfano
Workshop 3: „Einschalten, Kanal wechseln, aufdrehen. Codeswitching und Mehrsprachigkeit“ mit Sandra Hetzl

 


Donnerstag, 1.10.2026

9.00 Uhr Ankommen mit Gelegenheit zum Netzwerken mit Kaffee und Keksen
9.30 Uhr Begrüßung
9.45 Uhr Impulse aus der Wissenschaft:
pädagogische Arbeit mit Jugendlichen im mehrsprachigen Kontext. Kurzvorträge von Ina Schenker (Universität Bremen) und Heidi Rösch (Pädagogische Hochschule Karlsruhe) mit anschließendem Gespräch. Moderation: Swarje Renneke Boekhoff (Kollektiv Bindestrich/Burg Hülshoff — Center for Literature)
10.45 Uhr Kaffeepause
11.00 Uhr Blick über den Tellerrand: wie andere Projekte Literatur und Jugendliche zusammenbringen. Projektvorstellungen und Austausch. Moderation: Lisa Unterberg (Professorin Soziale Arbeit)
  • Literaturpädagogisches Zentrum des Literaturhauses Stuttgart: Erwin Krottenthaler zum Aspekt Vermittlung und Nachhaltigkeit
  • Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt (Oder): Karen Schumann zum Aspekt Zielgruppenarbeit und Bibliothek als dritter Ort
  • Theaterpädagogik der Neuen Bühne Senftenberg: Franziska Golk zum Aspekt Partizipation (tbc)
12.00 Uhr Mittagspause
12.45 Uhr Jugendliche Lebenswelten: kulturelle Bildung mit Graphic Novels Comic-Lesung zu „Diebin“ von Lucie Bryon. Übersetzer·in Silv Bannenberg im Gespräch mit Mona Schütze (Deutscher Comicverein)
13.30 Uhr Im Gespräch: Bildungsprojekte – Wie kann die Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Partnern gelingen? Ein Austausch mit: Tom Braun (IU Internationale Hochschule), Christina Siems (Lehrerin Dreilinden-Gymnasium), Alma Böckenholt (Schülerin Dreilinden-Gymnasium), Myriam Alfano (Übersetzerin)
14.30 Uhr Gemeinsamer Abschluss
15.00 Uhr Ende

 

Das Netzwerktreffen wird kuratiert von Nina Thielicke (DÜF), Christine Wagner (LCB) und Lisa Unterberg (konzeptionelle Beratung)

Über die Tagungsbeteiligten

Myriam Alfano hat Romanistik und Ostslawistik in Frankfurt/M. und Venedig studiert. Sie übersetzt aus dem Italienischen und Spanischen und hat ein Faible für graphische Literatur. Gemeinsam mit Franziska Hüther konzipiert und leitet sie „Echt-absolut“-Workshops mit dem Schwerpunkt Mehrsprachigkeit. 2025 wurde sie mit dem Stipendium für eine DÜF-Gastdozentur ausgezeichnet. Roberto Grossis Graphic Essay „Die große Verdrängung“ in ihrer Übersetzung ist nominiert für den Deutschen Jugendbuchpreis 2026.

Silv Bannenberg lebt in Berlin, gibt Deutschunterricht für Migrant·innen und übersetzt seit zehn Jahren Graphic Novels aus dem Französischen und neuerdings auch aus dem Englischen. Özge Samancıs »In den trüben Gewässern Istanbuls« und Isabelle Marogers »Lebensborn«, die Silv übersetzt hat, wurden 2026 für namhafte Preise nominiert.

Alma Böckenholt ist Schülerin am Dreilinden-Gymnasium in Berlin. Sie besucht die Leistungskurse Deutsch und Kunst und hat am Projekt „Übersetzer·innen unter Schüler·innen“ mit Nadine Püschel teilgenommen. Sie interessiert sich für Theater und tanzt in der Compagnie von tanzparcours für zeitgenössischen Tanz (contemporary dance), außerdem spielt sie Klarinette und Klavier.

Swarje Renneke Boekhoff studierte Komparatistik und Kulturvermittlung in Mainz und Hildesheim. Sie arbeitet als Literaturvermittlerin für „Burg Hülshoff — Center for Literature“ und ist Teil von Kollektiv Bindestrich, das in der Kulturvermittlung tätig ist. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich u.a. mit Mehrsprachigkeit und Zugänglichkeit durch Sprache.

Tom Braun forscht zu Möglichkeitsräumen für Kreativität, künstlerische Perspektiven und Selbstbestimmung an Schulen und an Kultureinrichtungen. Er lehrt als Professor für Kultur- und Medienpädagogik an der IU Internationale Hochschule und ist Mitglied der wiss. Leitung des Research Center Kulturelle Bildung und Digitalität.

Sandra Hetzl studierte Visual Culture Studies in Berlin. Sie schreibt Prosa, Essays und Songs und übersetzt arabische Gegenwartsliteratur. Im Herbst ’26 erscheint in ihrer Übersetzung Elegie für das letzte Licht – Texte aus Gaza (Hrsg.: Husam Maarouf und Maha El Hissy; S. Fischer; mit Übersetzungen von Nouria Behloul). Sie ist Gründerin des Agenturkollektivs teneleven.org.

Jelena Kern studierte in Hildesheim Literarisches Schreiben, Bildende Kunst und Philosophie sowie Contemporary Arts Practice an der HKB Bern. Derzeit ist sie als Lehrbeauftragte für Literarisches Schreiben tätig. Als freie Literaturvermittlerin konzipiert und leitet sie Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Für ihre literarische Arbeit erhielt sie zuletzt das Spaltmaße-Stipendium der Jürgen Ponto-Stiftung.

Erwin Krottenthaler ist ausgebildeter Kulturmanager und seit 2002 stellvertretender Leiter des Literaturhauses Stuttgart. Er konzipierte u.a. das Projekt “Unterricht im Dialog – Schreibwerkstätten im Deutschunterricht”, das bundesweit mehrfach ausgezeichnet wurde. Außerdem ist er Herausgeber der mehrbändigen Publikationsreihe “Unterricht im Dialog” beim Verlag Kallmeyer/Friedrich. 2013 wurde am Literaturhaus Stuttgart das von ihm initiierte bundesweit erste Literaturpädagogische Zentrum (LpZ-Stuttgart) ins Leben gerufen.

José F.A. Oliver ist Lyriker, Essayist und literarischer Übersetzer. Als Autor wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis und dem Heinrich-Böll-Preis. Er übersetzt Lyrik aus dem Spanischen und ins Spanische und entwickelt und begleitet seit vielen Jahren Projekte der Literaturvermittlung und kulturellen Bildung. Er ist Kurator und Festivalleiter des Hausacher LeseLenz. Im Oktober 2026 erscheint sein neuer Lyrikband „Spracheln“ bei Matthes & Seitz.

Antje Riley hat Romanistik und Lateinamerikanistik in Freiburg i. Br., Bordeaux und Santiago de Chile studiert. Sie übersetzt aus dem Französischen, Englischen und Spanischen mit besonderer Affinität zu Kinder- und Jugendliteratur. Einige Jahre arbeitete sie als Gymnasiallehrerin für Französisch und Spanisch an einem Berliner Gymnasium und gibt ihre Freude an kreativer Spracharbeit mit Jugendlichen in „Echt-absolut“-Workshops weiter. Mit ihrer deutsch-australischen Familie lebt sie bei Berlin.

Prof. Dr. Heidi Rösch ist Professorin für Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (i.R.). Sie lehrt aktuell dort und an der HU zu Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Poetik der Mehrsprachigkeit und Translingualität, Literature und Language Awareness (LitLA) als Konzept literarisch-sprachlicher Bildung,

Dr. Ina Schenker ist Juniorprofessorin für inter- und transkulturelle Studien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. An der Universität Bremen initiierte sie in Kooperation mit dem Literaturfestival globale° das Projekt LitLab. In diesen Literaturlaboren begleitete sie viel- und mehrsprachige Jugendliche und Autor·innen bei der gemeinsamen Kreativarbeit.

Mona Schütze hat Germanistik, Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte in Bochum und Berlin studiert. Sie war viele Jahre für Berliner Comicverlage tätig und übernimmt aktuell Programm- und Öffentlichkeitsarbeit für die Stadtbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg. Als Vorstandsmitglied ist sie für den Deutschen Comicverein e.V. aktiv, der sich der Stärkung des Mediums verschrieben hat.

Karen Schumann leitet die Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt (Oder). Nach ihrem Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft sowie Germanistik war sie viele Jahre in einem Berliner Medienunternehmen tätig. Ab 2021 leitete sie die Stadtbibliothek in Falkensee. In Frankfurt (Oder) gestaltet sie die Bibliothek heute als lebendigen „Dritten Ort“ und verbindet dabei moderne Bibliotheksarbeit mit zeitgemäßer kultureller Bildung.

Christina Siems ist Lehrerin für Deutsch und Englisch am Dreilinden-Gymnasium in Berlin-Wannsee und leitet dort den Fachbereich Deutsch. Sie hat wiederholt mit ihren Lerngruppen an Workshops und Übersetzungsprojekten des Deutschen Übersetzerfonds (u.a. mit Nadine Püschel) teilgenommen.

Liv Thastum ist zweisprachige Autorin. Sie schreibt und übersetzt zwischen Deutsch und Dänisch. In ihren Texten beschäftigt sie sich unter anderem mit Mehrsprachigkeit und gewaltsamen Eingriffen in und durch Sprachen. Ihr Debüt „åben die erda“ ist dieses Jahr bei kookbooks erschienen.

Dr. Lisa Unterberg ist Professorin für Soziale Arbeit an der IU Internationalen Hochschule. Sie arbeitet und forscht zu Themen der Kulturellen Bildung, Digitalisierung und Subjektivation. Als systemische Coach begleitet und berät sie Menschen und Institutionen an der Schnittstelle von Kultur und Bildung.

 

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